Ägypten: Tipps für einen Aufenthalt im Norden Afrikas
Ägypten hat im Laufe des letzten Jahrzehnts einen wahren Touristik-Boom erlebt. Das Land ist mittlerweile Reiseziel von mehreren Millionen Menschen aus der ganzen Welt. Warum das so ist, hat viele Gründe.
Ägypten gehört zweifelsfrei zu den geschichtsträchtigsten Ländern der Erde. Dabei hat die über 5.000 Jahre alte Kultur auch heute noch Einfluss auf die alltägliche Lebensweise der Einheimischen. Geografisch zwischen dem Roten Meer und dem Mittelmeer liegend, ist das Land auch ein beliebtes Urlaubsziel bei Freunden von Sommer, Sonne, Strand und Meer. Dass aber auch Kulturbegeisterte voll auf ihre Kosten kommen, wird vor allem in der Hauptstadt des Landes ersichtlich. Mit knapp 8 Millionen Einwohnern ist die Metropole der bevölkerungsreichste Raum Ägyptens. Die quirlige Hauptstadt vermittelt Besuchern einen Eindruck von dem Spagat, den das Land derzeit zu meistern hat. Zwischen Tradition und Moderne, zwischen Moscheen und Wolkenkratzern, pulsiert altertümliches Marktleben auf den Plätzen der wirtschaftlichen Hauptschlagader des Landes. Interessierten Erstbesuchern sei hier auf jeden Fall eine Stadtführung ans Herz gelegt; zu schnell verliert man sich zwischen den zahlreichen Häuserblöcken und Seitenstraßen. Viele Touren durch die Stadt beginnen am Touristik-Center und enden dort auch wieder. Dadurch erhält man Einblicke in die interessantesten Bauwerke und Museen der Stadt. Dienstleistungen dieser Art sind in Ägypten übrigens sehr preiswert, man sollte aber stets ein paar extra Münzen als Trinkgeld bereithalten. Das sogenannte Bakschisch ist, ähnlich wie in Übersee, die Haupteinnahmequelle von Führern, Kellnern und Hotelpersonal.
Nahe der Hauptstadt finden sich die berühmten Pyramiden, die für Kulturbegeisterte eine der ersten Anlaufstellen sein sollten. Teilweise zerstört oder verwittert, hinterlassen sie aber immer noch bleibende Eindrücke bei den Besuchern. In der umliegenden Wüstenlandschaft lassen sich übrigens für kleines Geld Kameltouren buchen, was gerade für Familien mit Kindern eine abwechslungsreiche Beschäftigung ist. Erlebnistouristen werden hier auch Wüstensafaris mit Jeeps und Quad-Touren angeboten. Bei Letzteren sollte aber auf seriöse Anbieter geachtet werden, da die Gefahr, sich auf schlecht gewarteten Fahrzeugen zu verletzten, nicht zu unterschätzen ist.
Wer weiter ins Landesinnere reist, wird Zeuge der Gastfreundlichkeit der Landbewohner. Da sich selten Touristen außerhalb der Ballungsgebiete aufhalten, ist es für die Menschen immer ein kleines Highlight, mit einem Europäer ins Gespräch zu kommen. Mit Englisch-Sprachkenntnissen kommt man hier allerdings nicht sehr weit, der überwiegende Teil der Bevölkerung spricht ausschließlich Arabisch und gegebenenfalls Französisch.
Auch kulinarisch lässt sich auf dem afrikanischen Kontinent einiges an neuen Eindrücken gewinnen. So gehört neben Gemüse, Bohnen und Fladenbrot auch die sogenannte Falafel zu den beliebtesten Gerichten der Landesküche. Letztere werden aus Kichererbsen gefertigt, in heißem Fett frittiert und zu verschiedenen Salaten serviert. Im Anschluss an das Essen wird häufig ein Apfeltee oder ein Mokka gereicht. Auch das Rauchen einer Wasserpfeife ist üblich und sollte von den Besuchern ruhig einmal ausprobiert werden.