Neue Erfahrungen: Ein Auslandssemester in den USA

Der Trend eines Studiensemesters im Ausland hält an: immer mehr Studenten entschließen sich dazu, ihre Zelte in der Heimat abzubrechen, um ihre ganz persönlichen Erfahrungen in fremder Sprache und Kultur zu machen.

Neben Frankreich, Spanien und England sind vor allem die USA die beliebtesten Länder, in die es deutsche Studenten zum Absolvieren eines Auslandssemesters zieht. Dabei werden hauptsächlich die südlichen und westlichen Bundesstaaten wie Texas, Florida, Kalifornien und Louisiana favorisiert. Aber auch die Großstädte New York, Chicago, Detroit und Boston gehören zu den beliebteren Zielen. Für ein Auslandssemester in den USA unterscheiden sich Studenten aus sehr unterschiedlichen Gründen. Neben Lehramtsstudenten im Unterrichtsfach Englisch, die ein solches Auslandsjahr hauptsächlich zur Vertiefung ihrer Sprachkenntnisse nutzen, entscheiden sich auch immer mehr Studenten anderer wissenschaftlicher Disziplinen für einen Studienaufenthalt in den USA. Für Wirtschaftswissenschaftler ist ein Aufenthalt in New York zum Beispiel nicht nur für das Aufstocken des Wortschatzes günstig, sondern auch, um an der größten Börse der Welt Praxiserfahrungen zu sammeln und Kontakte zu knüpfen.

Viele der Studierenden haben jedoch neben ihrem Studieninteresse weitaus größere Motivation für ein Auslandsstudium durch die Verlockungen, die sie in der Fremde vermuten. Es geht diesen jungen Leuten darum einmal gänzlich die heimatlichen Wurzeln hinter sich zu lassen und Erfahrungen außerhalb der eigenen, bekannten Kultur zu sammeln. Die USA sind in dieser Hinsicht beliebt, da das Land, aufgrund seiner geografischen Lage, sowohl unbekannte landschaftliche Formationen und Klimazonen als auch eine ethnisch gemischte Multi-Kulti-Gesellschaft bietet.

Da ein Auslandssemester in einem außereuropäischen Land sehr viel Geld kostet, nutzen immer mehr Studenten das Angebot des Assistant-Teachment-Programms. Dieses Programm bietet die Möglichkeit des Studiums an einer amerikanischen Universität und fordert als Gegenleistung das Erledigen von Aufgaben im universitären Bereich. Dieser Aufgabenbereich kann sich von Hilfsarbeiten wie Kopieren und technische Unterstützung während der Lehrveranstaltungen über das Halten von Tutorien für jüngere Studierende bis hin zur wissenschaftlichen Mitarbeit an einem Lehrstuhl erstrecken. Dabei lernen die Studenten zum einen die Strukturen anderer Hochschulen kennen und zum anderen nutzen sie die Arbeit an einem Lehrstuhl für das Knüpfen hilfreicher und weiterführender internationaler Kontakte.